Coatingverfahren
Top-Spray-Coating
Dieses Verfahren wird für allgemeine Überzüge bis hin zum Enteric Coating eingesetzt.
Beim Top-Spray-Coating in der Wirbelschicht (batch und kontinuierlich) werden Partikel im Strom der erwärmten Zuluft, die über eine Bodenplatte in den Produktbehälter eingetragen wird, fluidisiert.
Die Coatingflüssigkeit wird über eine Düse gegen den Luftstrom (countercurrent) von obern herab in das Wirbelbett eingesprüht. Bei der weiteren Aufwärtsbewegung der Teilchen im Luftstrom erfolgt die Trocknung. Kleine Tropfen und eine niedrige Viskosität des Sprühmediums sichern eine gleichmäßige Verteilung.
Das Coating im kontinuierlichen Fließbett ist besonders geeignet für Schutzüberzüge/Farbüberzüge bei hoher Produktdurchsatzrate.
Das Produkt wird auf der einen Seite der Anlage kontinuierlich zugegeben und wird durch den Luftstrom über den Siebboden weiter transportiert. Je nach Anwendung wird die Anlage in Vorheizzonen, Sprühzonen und Trockenzonen unterteilt. Die trockenen überzogenen Teilchen werden kontinuierlich ausgetragen.
Bottom-Spray-Coating (Wurster Coating)
Das Verfahren eignet sich besonders für eine gesteuerte Wirkstofffreisetzung (controlled release).
Im Wurster-Prozess kann ein vollständiger Verschluss der Oberfläche mit geringem Einsatz von Coating-Substanz erreicht werden. Die Sprühdüse wird in der Bodenplatte montiert, wodurch ein dem Zuluftstrom gleichgerichtetes Sprühbild entsteht (concurrent). Durch den Einsatz eines Wurster-Zylinders und der Bodenplatte mit unterschiedlicher Perforation werden die zu überziehenden Teilchen im Inneren des Wurster-Rohres beschleunigt und im Gleichstrom durch den Sprühkegel geleitet. Bei der weiteren Aufwärtsbewegung trocknen die Teilchen und fallen außerhalb des Wursterrohres wieder Richtung Bodenplatte zurück. Sie werden von der Außenseite wieder zur Innenseite des Rohres geleitet, wo sie erneut durch den Sprühstrahl beschleunigt werden. Es entstehen dadurch sehr homogene Filme. Unterschiedlich große Partikel werden gleichmäßig befilmt.
Bottom-Spray-Coating (Kontinuierliches Fließbett)
Besonders geeignet für Schutzüberzüge/Farbüberzüge bei hoher Produktdurchsatzrate.
Das Produkt wird auf der einen Seite der Anlage kontinuierlich zugegeben und wird durch den Luftstrom über den Siebboden weiter transportiert.
Je nach Anwendung wird die Anlage in Vorheizzonen, Sprühzonen und Trockenzonen unterteilt, wobei das Sprühen als Bottom-Spray von unten erfolgen kann. Die trockenen überzogenen Teilchen werden kontinuierlich ausgetragen.
Tangential-Spray-Coating (Rotor-Pellet-Coating)
Optimal für Überzüge mit hohem Feststoffanteil.
Das Produkt wird durch eine rotierende Bodenplatte, an deren Rand die Zuluft ins Pulverbett geleitet wird, in eine helikale Bewegung gebracht. Die Sprühdüse ist tangential zur Rotorscheibe angeordnet und sprüht ebenfalls gleichgerichtet (concurrent) in das Pulverbett. Durch das Rotor-Verfahren lassen sich sehr dicke Filmschichten auftragen.
Siehe auch -> Wirbelschicht-Pelletierung




